Mittwoch, 7. Februar 2018

If it doesn't challenge you, it doesn't change you



Letzte Woche habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben und heute sitze ich endlich wieder mit meiner liebsten Gigi bei The Coffee Gang im Agnesviertel. 2017 war ein unglaublich langes, turbulentes Jahr, das mit so vielen Erkenntnissen, Erlebnissen und mit einer unglaublich glücklichen Genny endete. 2017 war das Jahr - und dazu hat die Zeit in München einen großen Beitrag geleistet (mehr dazu hier) - in dem ich mich wieder gefunden habe. Schön blöd, wenn dieses Gefühl wieder verfliegt...


Ich liebe Köln sehr, aber die Freiheit und Entspanntheit, die ich in München jeden Tag gespürt habe, verflog wie von selbst und ich war plötzlich wieder in meiner eigenen kleinen Welt gefangen. Im Oktober und November merkte ich, wie sehr das Unterbewusstsein mein Gefühlszustand kontrolliert. Denn im Grunde genommen, bin ich ein sehr gefestigter Mensch und tue immer genau das, was ich will. Doch irgendwie schlummerte in mir plötzlich eine Unsicherheit, die Ende des Jahres ganz stark zum Ausdruck kam. Ich zweifelte mal wieder an allem und war absolut unzufrieden mit der Gesamtsituation. Typisch alte Genny. Ich habe tatsächlich in Betracht gezogen, die Koffer zu packen und ein One-Way Ticket nach München zu buchen, aber mir war schnell klar, dass es sicher nicht die Stadt ist, die mich unglücklich macht. Am Ende des Tages, liegt das Problem wieder einmal bei mir selbst. Wow, welche Erkenntnis. Als hätte ich das nicht vorher schon gewusst.

Ich stand mit dem Problem aber nicht alleine da: Rebecca ging es ähnlich und so kamen wir auf die glorreiche Idee (ich muss immer wieder lachen, wenn ich daran denke), dass wir uns Challenges stellen, auf die wir eigentlich absolut keinen Bock hatten. Denn ich erinnere mich gut an die Zeit in Australien und Neuseeland, wo wir uns permanent ins Abenteuer gestürzt haben. Ich hatte sicherlich selten Bock durch Regenwälder mit Blutegeln zu wandern oder 20 km über den tollen "Herr der Ringe"-Berg zu kriechen, aber ich liebe den Gedanken an die vielen Dinge, die wir zusammen gemacht haben (und glaubt mir, da sind noch etliche Geschichten, die noch keiner kennt hahah). Wir haben uns und unser Leben einfach jedes Mal gefeiert, als wären wir die krassesten Menschen der Welt (hahaha) und darauf kommt es doch letztlich an: Ich will mich und mein Leben jeden Tag feiern und nicht immer rumjammern, was besser laufen könnte oder noch schlimmer: Mich mit jemandem vergleichen (ganz schlimm!!!). Offensichtlich brauchten wir Challenges auch hier in Köln und zack, kam die Power zurück: Die Unsicherheit verschwand und ich sprudelte wieder vor Ideen. Endlich kam die Tiefenentspannung, der Glaube an mich und meine Träume zurück. Alles war auf einmal wieder so klar, ich wusste wer ich bin und was ich will. Köln war wieder meine Stadt und ich wieder Herr meiner Lage. 

Das klingt alles so super dramatisch, aber ich finde, man muss sich selbst immer wieder vor Augen führen, dass es für alles eine Lösung gibt, solange man das Problem anpackt. Ich gehe irgendwie immer wieder ein paar Schritte zurück, aber die hole ich wieder auf und verdoppele sie sogar. Und egal wie andere darüber denken, aber ich bin stolz darauf, dass ich mich immer wieder selbst hochpushen kann. Sei es durch irgendwelche Challenges oder eine Runde Ausheulen, aber man findet immer einen Weg, sich wieder aus der Scheiße zu ziehen. Am Ende gibt es immer eine Lösung und wenn die nicht passt, dann gibt es immer eine Alternative. The only way out, is through.

Sooo das reicht dann aber auch wieder mit der Tragik. Der Dezember war ein unglaublich schöner Monat und genauso gut hat das neue Jahr gestartet. Ich bin gespannt, was die folgenden Monate so bringen. Mehr zum Outfit findet ihr unter dem letzten Bild.

xxx
Eure Genny


















Cardigan: Zoe Ona; Schuhe: Pomme d'or (Want Shoes Store in Köln), Brille: Rayban; Tasche: Gucci

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