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Auch wenn der Sommer kurzzeitig ausgebrochen ist, freue ich mich schon sehr auf die Herbstmode. Denn so schön bunt der Sommer auch ist, nichts geht über Nicht-Farben wie Beige, Camel, Creme und neuerdings sogar die meist gehasste Farbe seit Ewigkeiten: Braun. Seit letztem Jahr trägt man den Beige-All-Over Look, doch dieses Jahr kommen immer mehr helle Creme-Farben hinzu. Dieses Jahr heißt es: Umso heller, desto besser. Denn was gibt es eleganteres als einen Creme-farbenen Mantel? Oder einen Creme-farbenen Strick? Wer allerdings nur schwarz in seinem Winter-Kleiderschrank hat, der könnte sich von meiner Wishlist inspirieren lassen.




Richtig gelesen, Eleganz wird wieder ein wichtiges Thema, klassische und konservative Schnitte kommen zurück. Aber - aufgepasst - unter dem klassisch eleganten Mantel wird die Home Wear ausgeführt. Denn diese ist seit Madame Corona nämlich in jeglichen Ausführungen im Kleiderschrank der Frau vorzufinden. Während wir früher bei H&M eine schlecht-sitzende Jogginghose gekauft haben, um sie in den schwierigsten Zeiten einer Frau mit Chips und Schokolade auf dem Sofa vollzusauen, investieren wir unser Geld heute in gut-geschnittene, teure Sweatpants und Sweater von The Frankie Shop. 

Da wir keine Angst mehr vor hellen Farben haben, habe auch ich mich getraut und nach langem Überlegen (und Suchen nach Gutschein-Codes und Sale-Tipps) eine Tasche gekauft. Und zwar von einer Brand, dass zwar schon ein Weilchen gibt, aber noch nicht den Mainstream erreicht hat. Das kleine Schätzchen, von dem ich spreche, findet ihr auf meiner Wishlist wieder, die ich kurz bevor ich sie online auf 24s gefunden habe (mit 15% off versteht sich), erstellt habe. It's all about Wandler, meine erste weiße Tasche, mit kurzem und langem Henkel und sie hat einfach die perfekte Größe für den Alltag.           


Und was darf im Herbst natürlich auch nicht fehlen? Strick natürlich. Das ist tatsächlich mit einer der Gründe, warum ich mich so auf den Herbst freue. Strick bedeutet Layering, Strick bedeutet Qualität, Strick bedeutet Wohlfühlen (auch mit +2kg). Dieses Jahr werden Strickpullis und -Cardigans über Kleidern und Röcken getragen, kombiniert mit Boots, die sich unter den Kleidern verstecken. Cropped ist außerdem das neue Stichwort, damit die Taille betont wird und die hochgeschnittenen Hosen zur Geltung kommen. Alles schon einmal gesehen, aber einen kleinen neuen Trend gibt es da schon... Pullunder sind back! Kaum zu glauben, aber schaut mal bei euren Großeltern nach und schnappt ihn euch, oder aber ihr greift auf die neuen Styles von Isabel Marant oder H&M zurück. Ich fasse euch hier meine liebsten Strick-Essentials zusammen, meinen Traum-Pullover findet ihr außerdem auf meiner Wishlist.




Mal sehen was der Herbst noch so mit sich bringt, aber jetzt genießt erst einmal die letzten warmen Sommertage. 

Bis Bald
Eure Genny

Bei mir gibt es im Jahr nicht wirklich vier Jahreszeiten, sondern zwei. Für mich gibt es Sommer und Winter, kurze Hose oder Strickpulli, Bikini oder Mantel. Ich bin nicht wirklich der Typ für Übergangsjacken, denn wenn es kälter wird, trage ich sehr schnell meinen geliebten Strick. Wenn ich lange Hosen trage, kombiniere ich dazu meist geschlossene Schuhe und wenn ich ein Kleidchen trage, stehe ich auf Sandalen. Ich bin da recht konsequent und langweilig und daher habe ich je nach Temperatur tatsächlich getrennte Kleiderschränke. Im Winter hole ich meine kuscheligen Nicht-Farben-Pullover und -Mäntel hervor und im Sommer dagegen meine farbenfrohen Kleidchen und Röcke. 

Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich im Winter mehr auf Qualität achte, als im Sommer. Ich habe mir in den letzten Jahren viele hochwertige Mäntel und Pullover für den Winter gekauft, gehe im Sommer aber immer wieder leichtfertig zu H&M und Zara und nehme mal eben ein Kleidchen mit. Meine Sommerkleidung häuft sich somit und ich muss regelmäßig aussortieren. Schwups, schon ist der Gedanke mehr in Qualität zu investieren wieder abhanden gekommen. Wie ihr seht, auch mir fällt es immer wieder schwer den Trend-Sommerfarben oder einem süßen Sale-Kleid zu widerstehen. Auch das soll sich in Zukunft ändern, sodass ich auch im Sommer mehr auf hochwertige Kleidung setze, die ich vielleicht sogar im Herbst und Winter noch tragen kann.  

So könnte ich doch im Sommer Kleider und Röcke tragen, die ich im Winter mit Strumpfhose kombiniere, Boots, die sommerliche und auch herbstliche Looks aufwerten, oder aber meine Lieblingsjeans mit einem Top und Sandalen kombinieren. Ein Projekt, was ich wohl oder übel nächstes Jahr in Angriff nehmen werde, um nicht wieder unnötig viele Sachen aussortieren zu müssen.

Nichtsdestotrotz mag ich die Sachen sehr gerne, die ich diesen Sommer getragen habe. Dazu gehörten Shorts von & Other Stories, Kleider aus der H&M Trend Kollektion und das schönste Isabel Marant Set. Davon werde ich nun erstmal nichts aussortieren, ich habe allerdings noch genug aus den vorherigen Saisons, was ab morgen wieder auf Kleiderkreisel gestellt wird!

Hier seht ihr meine liebsten Looks aus diesem Sommer zusammengefasst.


Kleid: H&M (im Sale!)
Tasche: Prada
Schuhe: Havaianas


Shirt: NAKD (ausverkauft)
Tasche: Prada
Schuhe: Havaianas




Kleid: H&M (im Sale!)
Brille: Rayban





Tasche: Loewe
Flats: Zara



Shorts: & Other Stories (ausverkauft)
Shirt: H&M (im Sale!)
Tasche: Loewe
Brille: Rayban



Shorts: Zara
Tasche: Prada



Jumpsuit: Zara (ausverkauft)
Tasche: Prada


Jumpsuit: Zara (alt)
Brille: Rayban


Viel Spaß beim Nachshoppen!

Eure Genny


Man sollte meinen, über Mode zu schreiben sollte mir wesentlich leichter fallen, als über mein Inneres, meine Gefühle oder sonstige komplexe Themen. Leider ist dem nicht so, obwohl ich im Kindesalter schon davon träumte, wie Carrie in Sex and the City für die Vogue zu schreiben. Glücklicherweise ging es bei ihr auch nicht immer nur um Mode. Im Gegenteil, sie schrieb darüber wie sie sich in dieser großen Stadt New York fühlt, mit ihren Freundinnen und den Männergeschichten und all dies brachte sie mit ihrer Liebe zu Designer Pieces zum Ausdruck. So schließt sich also der Kreis und irgendwie hängt doch alles zusammen. Mode, Kunst, Essen, Architektur, Gefühle - all das gehört zusammen und macht das Leben eines jeden von uns bunter und hilft uns, zu zeigen wer wir sind.


In den 80ern und 90ern hatte man daran Freude, man hat Mode entdecken müssen um sie zu erleben. Man musste sich die Vogue leisten können und wollen, um Neues zu probieren und die heute bedeutendsten Designer haben im Rahmen der Fashion Weeks zur Schau gestellt, was die Reichen und Schönen in der nächsten Saison tragen werden. Haute Couture hat die Richtung vorgegeben, die Farben, die Stoffe, die Themen. Mode ist einfach passiert, aus kulturellen Begebenheiten, aus Ängsten, aus Freuden, aus den Bedürfnissen der Menschen heraus.


Sex and the City

Heute? Heute ist alles so viel einfacher. Heute entscheiden Influencer in Echtzeit ob die neue Kollektion des Designers ihren Vorstellungen entspricht. Oder besser gesagt: Heute bezahlen die Designer Influencer, damit sie die Kollektion tragen und auf Social Media präsentieren. Die Welt der Mode hat sich verschoben und die Entscheidung ob eine Kollektion gelungen ist oder nicht, treffen heute nicht mehr die Designer, die Reichen und Schönen und am Ende des Tages auch nicht mehr die Europäer. 

Insgesamt hat sich die Mode verändert. Ready-to-wear ist das neue Haute Couture. Balenciagas sind die neuen Manolos. Flared Jeans sind die neuen kleinen Schwarzen. Oversized ist das neue Skinny. Italienische und französische Designer richten sich international aus, um einen plötzlich aufstrebenden neuen Kunden zu erreichen, der Jogger mit chunky Sneaker und 4.000€ teuren Taschen kombiniert.  


Balenciaga Triple S

Sein wir doch mal ehrlich. Instagram hat es geschafft, all das für jeden, ob klein, groß, dick, dünn, jung und alt, zugänglich zu machen. Während Trends früher erst entstanden, als der Konsument eine Saison darüber nachdenken konnte, entsteht heute ein Hype just in dem Moment, wenn Caro Daur oder Leonie Hanne eine Story von der Paris Fashion Week posten. Alles passiert sofort und die ganze Welt sieht virtuell dabei zu. Doch nicht nur der Konsument weiß sofort bescheid, auch die Konkurrenz. Zara und Co. benötigen heute nur wenige Wochen, um die Designs der Fashion Weeks zu kopieren und bezahlbar zu verkaufen. Und plötzlich trägt die ganze Welt das, was große Designer sich akribisch für Monate überlegt haben. Heute kann jeder von uns modisch sein und sich als Fashionista auf Instagram präsentieren, ohne dabei viel Geld auszugeben. Die Vogue wurde damit überflüssig, die Investition in ein langlebiges Designer Piece auch. 


Giambattista Valli Couture Fall 2017

Was ist Mode also heute noch in dieser digitalen Welt? So wie auch vor hunderten von Jahren Mode etwas anderes war als vor 10 Jahren, so wird Mode heute, morgen und übermorgen wieder eine neue Bedeutung haben. Sie verändert sich, genauso wie die Menschen sich verändern, die sie tragen und erschaffen. 


Auch ich habe meine Einstellung zu Mode verändert. Während ich früher jedes neue Zara-Kleid kaufen musste, meide ich diesen Laden heute so gut es nur geht. Ich hatte Angst Trends zu verpassen, nicht modisch genug zu sein und als langweilig abgestempelt zu werden. Aber wisst ihr was? Nur weil ich gerne ein weißes Shirt mit Jeans kombiniere, heißt das noch lange nicht, dass ich nicht modisch bin. Denn ich definiere selbst, was Mode für mich bedeutet. Für mich bedeutet Mode nicht mehr, die neusten und auffälligsten Klamotten zu tragen. Heute möchte ich das perfekte weiße Basic-Shirt finden, das auch nach 500 mal Waschen seine Form nicht verliert. Ich möchte Jeans tragen, die mich mein Leben lang begleiten und Schuhe, die nicht nach einer Saison schon den Geist aufgeben. Mode soll mich nicht überladen, sondern mich hervorheben und das zum Ausdruck bringen, was ich bin. Ich will endlich weniger konsumieren, aber dafür mehr qualitativ hochwertige Kleidung tragen, die mich in 20 Jahren noch glücklich macht und an eine Zeit erinnert, in der ich diese Basics für mich entdeckt habe. 


Was bedeutet Mode für euch? Ich freue mich über euer Feedback. 


Eure Genny

 



Und zack, da ist wieder ein Jahr vergangen. Doch das Schöne an diesem Blog ist, dass er da ist und bleibt. Ich kann wann ich immer ich will zurückkehren und schreiben. Und heute war es irgendwie wieder soweit, denn ab jetzt beginnt eine Zeit, in der ich wieder bei Null anfange. Mit Null meine ich nicht, dass ich alles verloren habe, sondern eine Phase in meinem Leben antrete, wo mir jede Tür offen steht. Ich habe ein leeres Blatt Papier vor mir und kann darauf malen was und wie auch immer ich will...

Ich spreche in Rätseln, weil es für mich sehr viel verständlicher ist die Dinge bildlich darzustellen. Natürlich muss ich einmal erklären, was es mit diesem weißen Blatt Papier auf sich hat: 3 Jahre Bachelor und 2 Jahre Master liegen nun hinter mir. Ich bin top ausgebildet, habe fleißig meine Arbeitserfahrungen in Praktika gesammelt und wäre (bis auf die Master Thesis) bereit für den Arbeitsmarkt. HA, wenn ich nicht lache. So ein Quatsch. Ich persönlich fühle mich immer wieder so, als hätte ich meinem Leben noch nichts geschafft. Das ist natürlich Unsinn. Ich bin mir meiner Ausbildung bewusst und bin sehr froh über jeden Weg, den ich gegangen bin. Ich bereue nichts. Dennoch dachte ich immer, wenn der ganze Quatsch vorbei ist, würde ich bereit sein und vor allem: Genau wissen was ich will. Nunja, jetzt sitze ich hier mit 25 und weiß rein gar nichts... so kommt es mir zumindest vor. Doch seit einigen Wochen schwirren ein paar Träume aus meiner Kindheit in meinem Kopf herum, die ich jahrelang gekonnt von mir geschoben habe. Denn ich habe ja nicht studiert, um irgendetwas zu versuchen und zu scheitern. Ich wollte erfolgreich werden, viel Geld verdienen, für eine sexy Marke arbeiten. Folglich habe ich meine Träume immer mehr von mir geschoben und ihnen endlich wieder Raum gegeben, als ich nach 5 Jahren Studium wieder vor diesem weißen Blatt Papier saß. 

Der Output aus dem Verdrängen meiner Träume lässt sich wunderbar an meinen Berufserfahrungen festmachen. Ich habe Dinge probiert und in Unternehmen gearbeitet, die gut im Lebenslauf aussehen, aber mir inhaltlich rein gar nichts gegeben haben. Wichtig war der stringente Lebenslauf und immer brav seine Klappe zu halten, um bloß weit zu kommen (wie ihr euch vorstellen könnt, hat das bei mir nicht sonderlich gut geklappt). Ich werde niemals meine Klappe halten und nein, ich werde nicht für diese Marke sterben. Und da sind wir wieder bei dem Thema "Wofür brenne ich eigentlich?" und plötzlich machen all meine scheinbar unrealistischen Träume wieder einen Sinn. Denn genau das ist es, was man tun sollte. Seine Träume leben. SEINE Träume leben und nicht die, eines Anderen.

“If you don't build your dream, someone else will hire you to help build theirs.” - Tony Gaskins

Der Titel dieses Beitrags bringt es auf den Punkt. Ich musste über dieses Zitat stoßen, um zu begreifen, was ich brauche. Ich bin zwar selbstbewusst und weiß wer ich bin, aber irgendwie war ich immer der Fraktion "Schisser" angehörig. Denn Andere können es ja besser. Und Andere haben das schon gemacht. Und Andere Andere Andere. Anstatt zu erkennen, dass man IMMER anders sein wird als die Anderen und es auf den eigenen Traum und die eigene Idee ankommt, und das was man selbst daraus macht. Und darauf, dass man es zumindest versucht hat. Ich wusste plötzlich, ich würde in 30 Jahren bereuen, dass ich den Schritt in die Selbstständkeit nicht gegangen bin. Und eigentlich wusste ich auch, dass ich nicht scheitern würde, wenn es das ist was mich erfüllt und was ich wirklich gut kann. 

Zurück also zum weißen Blatt Papier. Die Träume in der einen Hand und die Zeit in der Anderen. Die perfekten Voraussetzungen, um an der Umsetzung dieser zu arbeiten. Soweit bin ich also nun, bereit meinem Lebenslauf den Rücken zu kehren und all meine Ideen in mich selbst zu investieren. Seid ihr es auch?

Eure Genny