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Diese Bilder sind bald genau ein Jahr alt. Mir gefällt die Stimmung und die Leichtigkeit, die die Bilder ausstrahlen, ich sehe jünger und naiver aus und merke wie gleich und doch anders ich heute bin. Mal abgesehen davon, dass ich mich von den langen Haaren verabschiedet habe, ist vieles was ich vor einigen Jahren in diesem Blog geschrieben habe, heute noch genauso präsent und verwirrend wie damals. Dennoch haben sich viele Dinge verändert, sei es die Ernsthaftigkeit der Partner-oder Berufswahl, der Umgang mit den sozialen Medien oder die Selbstfindungs- und Selbstakzeptanz. Ersteres, wisst ihr ja bereits, steht bei mir immer noch in den Sternen und das obwohl ich so nah dran bin wie noch nie.  Zweiteres gehört heute zu meinen Stärken, ist zu meinem Hobby geworden und schließlich zu meinem Beruf. So weit so gut...

Doch insbesondere Letzteres, die Sache mit der Selbstakzeptanz, hat sich in einer verrückten Achterbahnfahrt vorwärts und rückwärts bewegt, obwohl ich heute behaupten kann, dass ich weiter bin als je zuvor. Wenn sich jemand fragt, von was ich da schon wieder schwafle, für mich war es trotz glücklichen Beziehungen, tollen Freunden und Familie immer schwierig in dieser Welt von Perfektion, Sixpacks und makelloser Haut zurecht zu kommen. Ich war jung, unsicher, hatte die hübschesten Freundinnen und der Teufelskreis des ewigen Vergleichens nahm seinen Lauf. Ich habe alles dafür getan, einem gewissen Idealbild zu entsprechen und stand trotz 5kg weniger als heute weinend vorm Spiegel. Heute, viele Jahre später, habe ich (hoffentlich) den größten Beauty-Stress überwunden. Ich vergleiche mich heute nicht mehr mit 1,75m 50kg Girls mit ungeschminktem Beauty Gesicht, ich zähle zum Glück keine Kalorien mehr und gehe nicht mehr nach einem Restaurant-Besuch um 0Uhr ins Mcfit trainieren. 

Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass es in Prüfunsgsphasen in meinem Gesicht sprießt, dass ich im Sommer wegen übermäßigem Weinkonsum ein paar Kilos zunehme und ab und an alles andere als eine positive Ausstrahlung versprühe. Heute versuche ich, Imperfektion zu meinem neuen Mantra zu machen, denn kein "normaler" Mensch sieht aus wie ein Victoria Secret Model. So toll sich das nun anhört, "wow, sie ist zufrieden und im Reinen mit sich!", so häufig ertappe ich mich doch dabei, wie ich dann doch Filter benutze, hier und da einen Pickel wegretuschiere (so wie bei diesen Fotos hier) und neben meiner Freundin sitze und mich frage, wie sie es schafft, haufenweise Schokolade in sich hinein zu schaufeln und dabei "so" auszusehen. Wir kennen alle diese Mädels, die einfach nur perfekt zu sein scheinen, doch wenn man sie dann fragt, ob sie sich nicht auch so fühlen, heißt es "mhhh naja aber meine Nase... oder meine Zehen....". Fakt ist, wir meckern, auch wenn es nichts zu meckern gibt. Wir beschäftigen uns so sehr mit jedem cm unseres Körpers, kennen ihn in- und auswendig, so dass wir es schaffen ihn zu verurteilen oder im schlimmsten Fall sogar zu hassen. Doch im Grunde genommen, sollten wir dieses Wissen über unseren Körper nutzen, ihn schätzen und jeden einzigen verdammten cm lieben. Jeden Muttermahl, jede Narbe, jede Delle hat seinen Sinn und Zweck, jeder cm gehört zu uns, genauso wie die Phasen in denen man schlechte Haut hat, zu- und abnimmt und sich einfach ganz furchtbar fühlt. 

Ich habe eine Freundin, mit der ich sehr oft über dieses Thema spreche (wenn du das jetzt liest... haha i love you!). In meinen Augen und sicher auch in den Augen vieler Anderer, ist sie eine der schönsten und tollsten Frauen, die ich kenne. Das Problem ist allerdings: Sie sieht das ganz anders. Sie sieht Dinge, die wären mir im Leben nicht aufgefallen und der fatalste Fehler: Sie vergleicht sich mit Frauen, die einfach ein ganz anderer Typ Frau sind, die vielleicht andere Gene haben und öfter von Männern angesprochen werden. Neben ihrer Schönheit (und das meine ich wirklich so!) ist sie außerdem super intelligent, erfolgreich in ihrem Job und eine unfassbar tolle Freundin. Das alles hilft nichts, wenn man sich selbst nicht wohlfühlt, wenn man immer wieder in den Struggle gerät (ich gerate immer noch regelmäßig in diesen Struggle), wenn man permanent umgeben ist von "angeblicher" Perfektion und ein wichtiger Faktor: von Idioten (damit meine ich Männer ;D). Deswegen enden unsere Diskussionen auch häufig mit einem leckeren Glas Wein und einem Schokokuchen, weil wir irgendwann dasitzen und einfach nur den Kopf schütteln. Über uns selbst, über unsere komplizierten Gedanken und erfreuen uns am Ende des Tages wieder daran, dass der Wein einfach gut schmeckt. 

Warum also über ein paar Kilos meckern, warum den Pickel nicht einfach mal Pickel sein lassen... Wir sind alle so unfassbar einzigartig. So unfassbar schön wie wir sind. Wahrscheinlich stehe ich morgen wieder vorm Spiegel und frage mich, wieso mein A**** schon wieder breiter geworden ist... Ich werde auch wieder meckern, dass ich ungeschminkt aussehe wie eine 12 Jährige... So, what?! Das wird wohl niemals ganz aufhören, doch wichtig ist, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass jeder einzigartig und schön ist. Wir, ich, meine Freundin und alle anderen wunderschönen Frauen da draußen, sollten nicht immer zu hart mit uns ins Gericht gehen. Würden wir unseren Körper so lieben wie er ist, würden wir uns selbst nehmen wie wir sind, könnte uns keiner mehr aufhalten. Nicht mal mehr ein Victoria Secret Model. 

Auf diese Erkenntnis bestelle ich mir gleich mal einen Schokokuchen! :*
Schöne Karnevalszeit wünsche ich euch! 







Heute schreibe ich ausnahmsweise mal nicht aus meinem Bett, sondern von einem Co Working Space in Köln, den ich im Übrigen sehr empfehlen kann. Das 25 Hours Hotel ist sowieso schon ein echt cooles Hotel, aber dieser Space hier.... Mega cool für alle, die kein Office haben, "irgendwas mit Medien" machen und mal wieder ein cooles Foto für ihren Instagram-Feed brauchen...

Ich muss selbst schon wieder schmunzeln, wenn ich das so vor mir hertippe, denn ich bin immer die erste, die sich über diese Generation lustig macht und doch bin ich selbst ein Teil davon. Doch liebe und lebe ich die Instagram-Welt, habe irgendwas mit Medien studiert, stehe auf Mamor und Vitra-Möbel und gehöre zum Flat-White-Club. Diese riesengroße wunderschöne Schublade ist mein Zuhause und doch, versuche ich ihr regelmäßig zu entfliehen. In letzter Zeit höre ich vermehrt den "TWENTY SOMETHING" Podcast by Lina Mallon und lese die Bücher von Michael Nast, einem Author, der sich gerne über unsere wunderbare Tinder Generation hermacht. Es ist einfach unglaublich, wie durchschaubar wir sind. Wir, und dazu gehöre ich ja auch, machen uns täglich verrückt mit Gedanken über den perfekten Job, den perfekten Partner, wählen unsere Freunde nach ihren Praktika aus, suchten vorm Schlafen gehen Instagram Stories und bewundern dort Menschen die jeden Morgen ihr Avocado-Brot essen und ihr Geld mit Produkt-Platzierung verdienen. Dabei verlieren wir aus den Augen, was wirklich zählt. Führen wir noch ernsthafte Beziehungen? Damit meine ich nicht nur die Beziehung zu seinem Freund oder seiner Freundin, sondern die zu wahrhaftigen Freunden aus dem Alltag, zu Menschen die man mal eben in einer Bar kennenlernt, zu Menschen die einem im Supermarkt begegnen und zu Menschen, bei denen man im Kiosk sein Paket abholt. Zu Menschen aus dem normalen, bunten Leben mit Jobs, die nichts mit Instagram zu tun haben, zu Menschen mit denen man vielleicht selbst gar nicht viel gemein hat und zu Menschen, von denen man nicht profitieren muss, um mit ihnen befreundet zu sein. 

Dazu eine kleine Geschichte, die mir immer wieder einfällt, wenn ich an das Dating-Verhalten dieser Generation denke. Kurz vor Weihnachten fuhr ich mit dem ICE nach Frankfurt und setzte mich ohne groß darüber nachzudenken auf einen freien Platz. Ich bemerkte, dass am Fenster ein süßer Typ saß, so ungefähr mein Alter, der sich intensiv mit seinem Handy beschäftigte. Da rollte ich schon die Augen, da man sich heute scheinbar nicht mal mehr "Hallo" sagt, wenn man sich neben jemanden setzt und war dann schnell nicht mehr überrascht, als ich sah, wie eifrig nach links und rechts geswiped wurde. Nun lasst mich die Situation nochmal zusammenfassen: Ich setzte mich also neben einen Kerl, der nicht einmal merkte, dass ich mich neben ihn gesetzt hatte und anstatt dass dieser mich einfach aus Höflichkeit begrüßte, um vielleicht zu erkennen, dass seine Traumfrau neben ihm saß, entschied er sich dafür, diese auf Tinder zu suchen. Natürlich konnte ich erkennen, welche Art von Mädchen nach links und welche nach rechts gewischt wurde... Da fiel mir dann tatsächlich nichts mehr ein und ich war plötzlich sehr froh, dass ich mich auf dieser Zugfahrt nicht mit diesem Kerl auseinandersetzen musste. Denn diese Art von Kerl sucht gar nicht seine Traumfrau, sondern Bestätigung. Bestätigung über die große Auswahl an wunderhübschen Mädchen, die man daten kann, aber nicht muss, denn man kann sich ja mal was warmhalten für eventuelle Eventualitäten und so ein bisschen Aufmerksamkeit und Bestätigung hat ja jeder gerne. Aber eigentlich ist man ja auch am liebsten Single, weil dann muss man sich nicht binden, kann sich alles offen halten und muss sich nicht so festlegen. Wäre ja doof, wenn man dann etwas Besseres finden würde und noch schlimmer, wenn man eventuell ein Trennungsgespräch führen müsste, wäre ja sehr unangenehm, denn einer emotionalen Auseinandersetzungen geht man lieber aus dem Weg. Und wenn eine der Tinderellas nicht antworten sollte oder das erste Date nicht der absolute Oberhammer war,  dann kommt eben die nächste dran: Thank you, next.

Ihr merkt, das Aggressionspotential zu dem Thema ist sehr groß und ich habe noch etliche weitere Geschichten, die verdeutlichen, wie verkorkst diese Generation ist. Doch worauf ich mit dieser Zug-Geschichte hinauswollte ist (und da schließe ich mich mit ein), dass wir alle mal wieder  von unserem Handy aufblicken sollten, uns weniger Gedanken über Instagram-Husbands machen und dafür einfach mal mit dem Menschen quatschen sollten, der im Zug neben uns sitzt. Im realen Leben bieten sich eine Millionen Möglichkeiten, richtig coole Menschen kennenzulernen, die viel mehr können, als nach links und rechts zu swipen. Und selbst wenn sich daraus lediglich witzige Begegnungen oder ernsthafte Freundschaften entwickeln, diese Begegnungen sind oft mehr wert als ein weiteres "It's a Match!".

Vielleicht matched es ja plötzlich im Supermarkt in der Zwiebel-Abteilung mit jemandem, den man in seinem Instagram-Umfeld gar nicht begegnen würde. Vielleicht tun einem diese Art von Menschen auch mal wieder gut und zeigen einem, worum es wirklich geht. Wir lassen uns beeinflussen von tollen Lebensläufen, großen Logos auf T-Shirts im Wert von 300€ und Reisen nach Capetown oder Tulum, geben uns mit den entsprechenden Menschen ab, um diesen Dingen näher zu kommen, um sie doch wieder fallen zu lassen, wenn man bessere Alternativen gefunden hat. Wir können einfach nicht zufrieden sein, mit dem was wir haben, denn wir finden sicherlich etwas "Besseres". Bessere Matches, bessere Kontakte, bessere Jobs, bessere Instagram-Feeds und vergessen dabei, dass man damit irgendwann alleine ist. 

Have a nice week!
Eure Genny



















Wow.. wie lange habe ich überlegt, wieder zu schreiben. Ich erinnere mich nicht einmal daran, letztes Jahr auf diesem Blog gewesen zu sein. So weit habe ich mich bereits davon entfernt und doch, denke ich täglich daran meine Gedanken zu teilen und meiner Leidenschaft für das Schreiben nachzugehen. Und da gehe ich nach Monaten wieder auf meinen Blog, den ich hin und wieder belächele und der mich dennoch hin und wieder mit Stolz erfüllt und zack - schreibe ich wieder. Ich sitze hier in meinem Bett, schaue dem Schnee beim Fallen zu und merke wie sehr es mir gefehlt hat: Mein kleines Tagebuch, meine Gedanken, die ich endlich wieder in Worte fassen kann und die Zeit, die einfach stehen bleibt, wenn ich so vor mir her tippe. 

Auch wenn ich das Schreiben, diesen Blog und das Teilen mit euch sehr vermisst habe, bereue ich es nicht, dass eine so lange Zeit zwischen dem letzten und heutigen Post lag. Denn es ist unfassbar viel passiert, keine großen lebensverändernden Dinge, aber Dinge, die mich verändert haben, die unerwartet kamen und die mich heute dazu gebracht haben, wieder zu Schreiben. 

Ich möchte das aber gar nicht alles aufrollen, denn das gehört zu mir und geht auch niemanden richtig was an, aber die Gedanken, die sich durch die Vorkommnisse ergeben haben, gehören ganz eindeutig hierher. Zum Einen war 2018 ein sehr emotionales Jahr und zum Anderen ein Jahr, wo ich mich ganz viel mit mir selbst beschäftigen musste. Die Emotionen ergaben sich einmal durch unerwartete Trennungen, durch das Beenden meines Bachelorstudiums, durch einen aufregenden, verrückten Sommer, die Entscheidung in Köln zu bleiben und mit dem Master anzufangen. Diese ganzen emotionalen Ereignise waren nicht alle schön, aber vor allem sehr lehrreich und sie führten dazu, dass ich mich mit Angst, Unsicherheiten und meinem Selbstbewusstsein auseinandersetzen musste. Es führte dazu, dass ich Silvester 2018 unter Tränen dastand, teils aus Überforderung und teils aus unendlicher Liebe für meine Familie, die einfach immer immer immer für mich da ist. Nichtsdestotrotz entwickelte sich diese unfassbar emotionale Nacht in eine der witzigsten Nächte meines Lebens und damit zu einem wunderbaren Start in das Jahr 2019. 

Dieses "sich mit sich selbst auseinandersetzen" wurde 2018 ein Part meines Alltags und scheint auch 2019 ein sehr relevanter Begleiter meines Lebens zu werden. Denn das ist es, was in jedem meiner Posts immer wieder herausblitzt: es ist immer wieder unendlich schwer für mich, mich auf mich selbst zu besinnen, einfach das zu tun, was ich möchte und einfach darauf zu vertrauen, dass sich alles so ergeben wird, wie es soll. Ich schweife immer wieder davon ab, vergleiche mich mit anderen (das ist nun wirklich das Schlimmste, was man machen kann) und denke es sollte alles so und so sein, man sollte lieber das und das machen und sich mit den und den Menschen abgeben, um.... SO EIN SCHWACHSINN! Ich muss erstmal gar nichts... Keiner muss Dinge tun, die ihm ein schlechtes Bauchgefühl bereiten, keiner muss sich rechtfertigen für die Dinge, die einen glücklich machen und keiner weiß besser was gut für einen ist, als man selbst. Das führe ich mir seit einigen Jahren immer wieder vor Augen und dennoch fällt es mir heute noch schwer, an mich zu glauben. Klingt dramatisch, ist es aber eigentlich nicht.

Das Jahr 2019 startete wirklich gut, denn ich flog kurz nach Silvester nach Thailand, ohne einen richtigen Plan und mit zwei Büchern im Gepäck, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das eine Buch versprach, dass sich durch das Vertrauen in das Universum schon alles richten würde, alles würde so kommen wie es sollte und man sollte den Dingen mit Liebe anstatt mit Angst begegnen. Das andere wiederum versprach, man habe sein Leben selbst in der Hand, man könne sich das Leben aussuchen, was man Leben möchte und nur die Dinge tun, die einen glücklich machen. Mit diesen unterschiedlichen Ansätzen, zum einen Vertrauen in das Universum zu legen und zum Anderen sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, saß ich mit den letzten Seiten des einen Buches auf der Fähre Richtung Flughafen. Ich saß draußen am Deck, in der prallen Sonne und dem salzigen Wind, las die letzte Seite, hörte das Meer neben mir Rauschen und mir flossen mit sofortiger Wirkung die Tränen die Wangen hinunter. Mir wurde in dieser Sekunde bewusst, wie unfassbar schön das Leben ist, welche Möglichkeiten es bietet und wie unnötig all diese Unsicherheiten und Ängste sind, die mich immer wieder begleiten. Es war tatsächlich ein Schlüsselmoment, den ich mir täglich hervorrufe, um mich daran zu erinnern, dass alles gut ist, wie es ist. Denn ich habe mein Leben bereits selbst in der Hand, ich verwirkliche mich bereits jeden Tag in allem was ich tue und gehe genau den Weg, in dem Tempo, den ich gehen möchte. Und auf der anderen Seite habe ich tatsächlich eine Art Vertrauen in das Universum (das kann für jeden etwas anderes sein) gewonnen, das mich jeden Tag aufs Neue mit Ruhe und Gelassenheit erfüllt, denn das Leben ist doch unfassbar schön und bisher kam alles genauso, wie es kommen musste. Alles hat seinen Sinn und Zweck, everything happens for a reason. Und ich weiß, dass ich der Angst und der Unsicherheit immer wieder begegnen werde, doch ich weiß auch, dass es mir von Jahr zu Jahr einfacher fällt, an mich zu glauben, daran, dass alles so kommen wird, wie es soll. Und das das Leben ein unglaubliches Geschenk ist und in all seinen Fassetten so viel Schönes für uns bereit hält. 

Ooookay, jetzt habe ich aber genug philosophische Weisheiten von mir gegeben. Aber das Update über meine Gefühlswelt war mir wichtig, denn auch Menschen mit einem starken Selbstbewusstsein haben manchmal Zweifel und Angst. Wichtig ist nur, dass man sich Zeit für seine eigene Entwicklung gibt, jeder nach seinem eigenen Tempo lebt und damit das Vertrauen und den Glauben an sich selbst findet. Denn hey, das Leben ist schön!























Hoodie: ASOS, Hose: Topshop, Mütze: Acne Studios, Tasche: Chloe

 

Selbstverständlich liest meine Mutter meine Beiträge, denn sie ist es, die mich antreibt, etwas aus mir zu machen. Denn wie jede Mutter, meint sie, ihre Tochter sei etwas Besonderes und versucht ihr deswegen Alles möglich zu machen. Über die letzten Beiträge war sie allerdings recht verwundert und fragte wieso ich meinen Lesern so viel Negativität entgegenbringen würde. Ich war erst sehr überrascht, weil ich so viel positive Rückmeldungen von euch erhielt, doch als ich die Beiträge  nochmal überflog, bemerkte ich diesen negativen Unterton, der sich immer wieder in meine Texte einschleicht. Ich will mit meinen Beiträgen keine negative Energie versprühen und Mitleid erregen. Im Gegenteil, ich möchte aufzeigen wie groß unsere Chancen sind, um uns selbst zu verwirklichen. Diese Texte sollen meine Sicht (!!!) der Dinge über meine Generation wiedergeben und mein Überleben in der selben wiederspiegeln. Ich bin selbst gar nicht anders als alle, ganz im Gegenteil, ich verfalle immer wieder dem Druck, dem sich alle machen. Ich habe die selben Gedanken und Ängste und habe eigentlich auch keine Ahnung wie das Leben weitergeht, obwohl ich auf der anderen Seite aber sehr große und konkrete Träume habe. Die Widersprüche dieser Generation könnten nicht vielfältiger sein, aber wenn wir uns ein wenig anstrengen, können wir sie managen und das erreichen, was wir wollen. Deswegen helfen mir meine Texte einerseits, meine eigenen Gedanken zu ordnen und sie einmal klar auszusprechen (das hilft mir wirklich sehr!!!) und gleichzeitig nutze ich sie, um über die alltäglichen Dinge dieser Generation und dementsprechend auch über meine Ängste zu reflektieren und Erkenntnisse zu gewinnen, die dabei helfen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Also Mama, keine Sorge, mir gehts gut haha. Sehr sogar. 

Deswegen sollen diese Beiträge sicherlich nicht dazu beitragen, dass wir uns alle schlecht fühlen, sondern lediglich dazu animieren, sich über gewisse Dinge mehr Gedanken machen und an Anderes wiederum weniger Gedanken zu verschwenden. Mehr auf sein Herz zu hören, öfter durchzuatmen und sich dann einfach treiben zu lassen. So, dass wir den Druck weniger an uns heranlassen, selbstbestimmter Leben können und am Ende genau das Leben leben, dass nur uns selbst glücklich macht. 

Wie ihr seht, mache ich mir unglaublich viele Gedanken. Ich höre niemals auf zu denken. Aufgrund der vielen Grübelei wirkt es sicherlich so, als sei ich ein negativer Mensch. Diese Tatsache lässt meine Mutter auch meinen, ich sei so negativ. Doch eigentlich bin ich seit einiger Zeit sehr sehr glücklich, denn all die Erkenntnisse, die ich im letzten Jahr gewinnen konnte, haben mich von so vielen Gedanken befreit. Von Unsicherheiten. Von Ängsten. Denn viele die mich aus der Schulzeit kennen, wissen, dass ich der absolute Pessimist war. Im Auslandssemester in Australien gab es dann so viele positive Energie, so viel Freiheit, Lebensgefühl und eine unglaublich verrückte Rebecca kam in mein Leben, sodass sich meine Einstellung um 180 Grad drehte. Wir haben so viel Mist gebaut, so viel ist schief gelaufen, aber wir lachten uns dafür aus, anstatt zu weinen, denn am Ende würde ja alles gut werden und alles habe einen Sinn und Zweck. Jeder Fehler ist für etwas gut. Und glaubt mir, es war sooo viel einfacher, so optimistisch durchs Leben zu gehen. Wir müssen ja sowieso denken, wieso dann nicht gleich positiv? Dieser Optimismus setzt außerdem neue Gedanken frei, die im Leben alles greifbarer und möglicher machen. Denn wenn man an die Dinge glaubt, sich weniger Sorgen macht, dann glaubt man an sich selbst und man begibt sich in die Lage, die Dinge in die Realität umzusetzen. Das fängt in dem Moment an, wenn man beinahe die Bahn verpasst, aber losrennt, um sie doch noch zu kriegen, oder aber in dem Moment, wo man sich bei seinem Traumjob bewirbt. Man könnte meinen, man bekäme die Bahn sowieso nicht mehr oder der Job sei sowieso unerreichbar... aber ist es nicht so, dass schon die verrücktesten Dinge Wirklichkeit wurden? Tagtäglich passieren viele kleine Wunder, die nur Wirklichkeit werden, weil es Menschen mit Visionen und Träumen gibt. Sie treiben uns an und wir können sie realisieren, wenn wir nur daran glauben und stetig daran arbeiten. Und das geht sicher nur mit einer guten Portion Optimismus. Und hierbei nicht zu vergessen: Wir müssen lernen das Wort "Aber" aus unserem Vokabular zu streichen. Auch das war lange Zeit sehr schwer für mich, aber seit einigen Jahren gehe ich so viel leichter durchs Leben. Trotzdem, und das ist sicher eine Frage des Charakters, bin ich ein Mensch der denkt und denkt und denkt und niemals aufhört sich zu fragen, wieso die Dinge so passieren wie sie passieren.

Doch am Ende ist die Formel eigentlich ganz einfach: Du willst dich selbstständig machen? Dann mach dir einen guten Plan, hol dir den Kredit und reiß dir den *** auf. Du willst am Ende der Welt wohnen? Dann spar dir Geld an, buch dir ein One-Way-Ticket und zieh's durch. Du willst dich von allem Negativen im Leben befreien? Dann überleg dir gut, welche Menschen dir nicht gut tun und konzentrier dich auf das, was dich wirklich glücklich macht. Das Risiko zu failen ist immer da. Aber umso größer wird die Chance, sich selbst glücklich zu machen. Und das ist am Ende des Tages das Ziel.

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Eure Genny





































Jacke: Woolrich, Tasche: Alexander Wang, Schal: Acne Studios, Hose: Topshop; Schuhe (Want Shoe Store): Aeyde